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Klapphocker
Die Bezeichnung Klapphocker ist für die Mehrzahl der auf dem Markt erhältlichen Sitzmöbel dieser Art beinahe zu banal, denn die herkömmliche Vorstellung von einem Klapphocker geht von einem einfachen Holzsitz mit zusammenklappbarer Stützkonstruktion aus. Das mag zwar in den 80er Jahren so gewesen sein, aber das heutige Angebot ist wesentlich vielfältiger.
Die einfachste Variante ist nach wie vor eine Konstruktion aus zwei miteinander verbunden Stahlrohrrechtecken, auf denen an einer Seite eine Stoffbespannung angebracht wurde. Barhockerähnliche Gebilde aus silberfarbigen oder schwarzen Metallgestellen und meist rundem mit Kunstleder bespannter Sitzfläche passen heute ins Bild der Klapphocker, die in den Wohnbereichen Verwendung finden. Eine andere Variante sind die zahlreichen gepolsterten Hocker, die es passend zu einigen Couchlandschaften als Beinauflage gibt. Auch hier kann die Sitzfläche aufgeklappt und der Korpus des Hockers als zusätzlicher Stauraum zum Beispiel für den angefangenen Strickpullover dienen. Zeitweise gab es ganze Sitzlandschaften nach diesem Prinzip, bei dem die quadratischen Hocker mit Metallklammern zusammengesteckt wurden und an denen mit Stahlhalterungen Lehnen an allen vier Seiten angesteckt werden konnten. (Das war ganz praktisch, wenn man mal Besuch mit Baby bekam.) In der Leipziger Gegend ist diese Art Klapphocker auch als „Osttribünenhocker“ bekannt, da diese einfachen Sitze dazu benutzt wurden, um die durch die Treppenaufgänge entstehenden Lücken im Tribünenbild zu schließen. Eine Erweiterung dieser Klapphocker sind die Anglerstühle, die zusammen geklappt nicht mehr Platz wegnehmen als ein herkömmlicher Regenschirm. |
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